Ärzte Zeitung, 23.09.2010

Kommentar

Google nur ein Steigbügelhalter

Von Matthias Wallenfels

Suchmaschinen können Ärzten helfen, ihre Praxis im Internet schneller auffindbar zu machen. Ist die Praxis mit einem eigenen Auftritt präsent, so vermögen gewiefte IT-Kräfte entsprechender Dienstleister, die Web-Adresse für Suchmaschinen - wie zum Beispiel Google - so attraktiv zu machen, dass sie unter den ersten zehn Treffern landet, wenn zum Beispiel nach einem Reisemediziner in der Stadt X gesucht wird.

Doch Vorsicht: Das gekonnte Pushen der Praxis-Website unter die Top-Einträge einer Suchabfrage ist allein noch nicht glückselig machend. Der Sucher - ein Patient mit einem bestimmten Anliegen - sucht nach einem kompetenten Ansprechpartner. An diesem Punkt fängt die Kärrnerarbeit für das Praxisteam erst an. Es muss auf seinem Internet-Auftritt - und später auch in der Praxis - anschaulich und überzeugend darstellen, warum der Patient gerade hier richtig ist. Das funktioniert nur, wenn die Ärzte stets auf dem neuesten Stand sind - nachgewiesen zum Beispiel mit Fortbildungszertifikaten - und die Zielgruppen adäquat angesprochen werden. Die Suchmaschine im Web ist nicht mehr als der Steigbügelhalter.

Lesen Sie dazu auch:
Ärzte schöpfen Marketing-Potenzial im Web noch nicht aus

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »