Ärzte Zeitung, 11.11.2010

Stromkonzerne heben Preis an, Eon verzichtet

ESSEN (dpa). Drei der vier großen Stromkonzerne in Deutschland wollen zum Jahreswechsel die Strompreise anheben. Allen voran geht EnBW mit einer durchschnittlichen Erhöhung von rund zehn Prozent. RWE kündigte am Donnerstag eine moderate Anhebung an.

Der Konzern will die zum Jahreswechsel gesetzlich fällige Aufstockung der Ökoumlage von brutto 1,8 Cent nur etwa zur Hälfte weitergeben, hieß es in Essen. Vattenfall will ebenfalls die Strompreise anheben, hat sich aber zur genauen Höhe noch nicht geäußert.

Eon plant als einziger Großkonzern zunächst keine Erhöhung. Bei den regionalen Vertriebsgesellschaften seien zum Jahresende trotz Ökostrom-Umlage keine Preisanpassungen beim Strom geplant. "Es wird zum 1. Januar definitiv keine Strompreiserhöhung geben", sagte ein Sprecher von Eon-Vertrieb auf Anfrage. Anpassungen nach oben zu einem späteren Zeitpunkt schloss er nicht aus.

Die Ökostrom-Umlage ist im Erneuerbaren-Energien-Gesetz festgelegt. Sie beträgt derzeit rund 2 Cent pro Kilowattstunde netto, das heißt ohne Mehrwertsteuer, und soll auf rund 3,5 Cent netto steigen.

Insgesamt haben nach aktuellem Stand des Verbraucherportals toptarif.de bislang 60 Grundversorger konkrete Preiserhöhungen für 2011 um durchschnittlich 7,1 Prozent und in der Spitze um bis zu 14 Prozent angekündigt. Über 50 weitere lokale Versorger haben entsprechende Schritte zum Jahreswechsel angekündigt.

Da Erhöhungen sechs Wochen vorher angekündigt werden müssen, erwarten die Verbraucherportale kurzfristig noch weitere Ankündigungen, die zum Jahreswechsel wirksam werden sollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »