Ärzte Zeitung, 12.10.2015

Leserumfrage

Wie sehen Sie die Honorarbeschlüsse?

Die Honorarbeschlüsse für Vertragsärzte im kommenden Jahr sind unter Dach und Fach. Sind Ihre Erwartungen erfüllt worden? Welche Auswirkungen sehen Sie für Ihre Praxis? Ihre Antworten sind gefragt!

Wie sehen Sie die Honorarbeschlüsse?

NEU-ISENBURG. Die Entscheidungen zum vertragsärztlichen Honorar für 2016 sind gefallen. Die Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung wird um rund 800 Millionen Euro steigen und damit um 2,6 Prozent. Der Orientierungswert (Punktwert) steigt um 1,6 Prozent auf 10,4361 Cent.

Hinzu kommen die extrabudgetären Leistungen, zum Beispiel für Vorsorgeuntersuchungen (Krebsvorsorge, Check-up 35), Impfungen und ambulante Operationen, für die die Krankenkassen rund 500 Millionen Euro zusätzlich einplanen.

Welche Auswirkungen der Beschlüsse sehen Sie für Ihre Praxisausrichtung? Rechnen Sie sich eher Chancen aus oder erwarten Sie zusätzliche Belastungen? Sehen Sie noch Möglichkeiten, die extrabudgetären Leistungen in Ihrer Praxis auszubauen?

Umfrage der Deutschen Bank

Ihre Meinung zu den Honorarbeschlüssen ist gefragt! In einer gemeinsamen Aktion wollen die Fachverlagsgruppe Springer Medizin, zu der auch die "Ärzte Zeitung" gehört, und die Deutsche Bank mittels einer Umfrage herausfinden, wie die Ärzte zu den Honorarbeschlüssen stehen und wie sie sich auf das Angebot in den Praxen auswirken.

Darüber hinaus möchten wir ein Stimmungsbild zum Investitionsklima in deutschen Praxen ermitteln. Dazu sind wir interessiert daran, zu erfahren, wie Sie derzeit die wirtschaftliche Lage ihrer Praxis einschätzen.

Machen Sie mit! Beantworten Sie gleich unsere Fragen (nur für Fachkreise). Teilnahmeschluss für die Umfrage ist der 25. Oktober

Über die Umfrageergebnisse werden die "Ärzte Zeitung" und Springer Medizin ausführlich berichten. Und es gibt etwas zu gewinnen: Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die uns ihre Adressen mitteilen, verlosen wir ein iPad Air 2 und fünf Springer-Bücher "Social Media für die erfolgreiche Arztpraxis".

[17.10.2015, 17:56:10]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Honorarabschlüsse sind nicht mal das Papier wert, auf dem sie stehen!
KBV und SpiBu müssten eigentlich auf die Förderschule: Der Anteil für die neu verhandelten morbiditätsbedingten Steigerungen von 250 Millionen Euro für das Jahr 2016 entspricht, gemessen an der Gesamtvergütung von 2014, einem Plus von 0,75 Prozent. Sowenig ist den GKV-Kassen die zunehmende Morbiditätslast ihrer Versicherten und unsere damit verbundene Mehrarbeit in 2 Jahren wert?

• Wie ich auf 2014 komme?
• Warum die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das vertragsärztliche und -psychotherapeutische Umsatzplus von 800.000 Euro für 2016 allenfalls grob über den Daumen schätzen kann?
• Wieso der Spitzenverband Bund (SpiBu) der Gesetzlichen Krankenkassen konfabuliert: “Ärzte bekommen 3,8 Prozent mehr”, was insgesamt angeblich 1,35 Milliarden Euro mehr entsprechen soll?
• Weshalb die KBV orientierungslos quacksalbert, der Orientierungswert würde um 1,6 Prozent von 10,2718 auf 10,4361 Cent ansteigen?
• Warum man diese Funktionärseliten mit Dyskalkulie vergeblich fragt, was so ein prozentuales Honorartheater zu bedeuten hat?
• Dann wäre wohl die einfältige Antwort nach erweiterter Grundrechenart: Prozentangaben bezögen sich auf “von Hundert”?

Fragen über Fragen ohne Antworten!
• Denn von w e l c h e n “Hundert“ ist hier eigentlich die Rede?
• Eine Honorarsteigerung, sei sie auch noch so klein, kann sich doch nur auf das tatsächlich erreichte Honorarvolumen des Vorjahres beziehen?

Doch offizielle Zahlen über die Umsätze für die GKV-Versorgungsvertrags-Behandlungen a l l e r gesetzlich Versicherten in Höhe von 33,43 Milliarden Euro liegen nur für 2014 vor.

Genau an dieser Stelle hapert es mit Logik und erweiterten Grundrechenarten:
• Im l a u f e n d e n Jahresbetrieb noch am Anfang des 4. Quartals, wer will da allen Ernstes behaupten, es sei irgendeine Honorar-Steigerung für 2016 drin, o h n e die Ausgangsdaten von 2015 auch nur zu erahnen?
• Wer soll denn, bitteschön, o h n e Jahresabschluss für 2015 für das Folgejahr 2016 professionell neue Abschlüsse aushandeln und errechnen?
• Wenn den KBV-Verhandlungsführern s e l b s t die Erkenntnis der Endabrechnung des 4. Quartals 2015 erst im zukünftigen 2. Quartal 2016 vorliegen wird?

In der Psychiatrie wären das alles Haupt-Charakteristika einer Psychose nach ICD-10-GM F23
• Abrupter Beginn
• Kurze Dauer
• Wahn
• Halluzinationen
• Unverständliche oder zerfahrene Sprache
• Illusionäre Verkennung der Umwelt
• Vorübergehende Zustandsbilder mit Ratlosigkeit, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörungen
(http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/zpm/psychatrie/pdf/Symposium/Marneros.pdf)

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »