Ärzte Zeitung online, 04.11.2015

Praxistipp

Jetzt Impfstatus der Patienten abfragen

NEU-ISENBURG. Herbstzeit ist Impfzeit: Bekanntlich wird die Pneumokokkenimpfung und die jährlich fällige Grippeschutzimpfung von der STIKO für Patienten ab 60 Jahren empfohlen, die Impfraten liegen jedoch um oder sogar unter 50 Prozent.

Für Hausärzte gibt es bei diesen Impfungen in der Regel also durchaus Potenzial - sowohl die medizinische Versorgung zu verbessern als auch mehr Honorar zu erwirtschaften.

Aufgrund der vorgesehenen Altersgrenze - außer bei Patienten mit Risikoerkrankungen, wo diese nicht gilt - ist es sinnvoll, einmal jährlich die Patientenkartei daraufhin zu screenen, ob Patienten 60 Jahre alt geworden sind.

Bei vorliegender Einverständniserklärung können die Patienten dann angeschrieben werden, ohne eine solche Erklärung können sie beim nächsten Besuch in der Praxis angesprochen werden. Diese Aufgabe kann der Arzt auch an seine Fachangestellten delegieren.

Ärzte, die beim Recall systematisch vorgehen, können Durchimpfungsraten weit über dem Durchschnitt erreichen und senken so das Risiko ihrer Patienten, an Influenza oder Pneumonie zu erkranken. Abgerechnet wird die Impfung bei Kassenpatienten über regional definierte EBM-Nummern, die in der Regel im 89-er-Bereich liegen. (ger)

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