Ärzte Zeitung, 07.01.2009

Verwaltungsgericht erlaubt Arzneiabgabe per Automat

NEU-ISENBURG (reh). Das Verwaltungsgericht Mainz hat ein Terminal an einer Apotheke für zulässig erachtet, das die Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneien ermöglicht - ohne Kundenkontakt.

Das Terminal in einer rheinhessischen Gemeinde sei, wenn es mit einem vom Hersteller angebotenen Drucker ausgestattet werde, rechtlich nicht zu beanstanden, befanden die Richter. Denn dann könnten auf den Originalverschreibungen die gesetzlich geforderten Angaben wie Name der Firma des Apothekeninhabers und Preis des Arzneimittels ausgewiesen werden.

Streitpunkt war ein Abgabeterminal in der Filialapotheke des Klägers, über das sowohl nicht verschreibungspflichtige als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel abgegeben werden können. Bei verschreibungspflichtigen Arzneien tritt der Apotheker allerdings per Bildschirmtelefonie mit dem Kunden in Kontakt. Rezepte werden eingescannt und über einen Computerbildschirm überprüft. Die Ausgabe an den Kunden wird per Video überwacht.

Az.: 4 K 375/08. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Topics
Schlagworte
Recht (11873)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »