Ärzte Zeitung, 19.03.2009

TIPP DES TAGES

Aufhebungsvertrag statt Kündigung

Statt einem Praxismitarbeiter wegen dessen Verfehlungen zu kündigen, kann diesem auch vorgeschlagen werden, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Diesen Vorschlag dürfen Praxischefs mit dem Hinweis verbinden, dass dem Angestellten andernfalls gekündigt wird. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz handelt es sich in diesem Fall nicht um eine widerrechtliche Drohung.

Unterschreibt der Praxismitarbeiter den Aufhebungsvertrag, kann er später also nicht darauf drängen, dass dieser Vertrag wegen arglistiger Täuschung wieder aufgehoben wird. Selbst dann nicht, wenn der Arbeitgeber zusätzlich angemerkt hat, dass sich der Aufhebungsvertrag im Lebenslauf des Mitarbeiters besser als eine arbeitgeberseitige Kündigung mache, so das Gericht.

Az.: 2 Sa 448/08

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »