Ärzte Zeitung, 11.01.2010

"Blöde Kuh" kostet Nachbarin 700 Euro

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Eine Frau aus Hessen muss ihrer Nachbarin 700 Euro zahlen, da sie diese mehrfach als "blöde Kuh" beschimpft hatte. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt steht der Nachbarin neben dem Anspruch auf Unterlassung dieser Behauptung auch das Schmerzensgeld zu. Das berichtet die Fachzeitschrift "OLG-Report".

Für einen Anspruch auf Schmerzensgeld müsse der Geschädigte nicht nachweisen, dass die ehrverletzenden Äußerungen zu gesundheitlichen Schäden geführt hätten, erklärte das Gericht. Vielmehr genüge es, wenn die Äußerung das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen beeinträchtigt habe.Az.: 16 U 15/09

Topics
Schlagworte
Recht (12041)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »