Direkt zum Inhaltsbereich

Prämienstreit: Razzia bei KV Berlin

Der Druck auf die Vorstände der KV Berlin nimmt zu: Nachdem der Senator endgültig die Rückzahlung der umstrittenen Prämien fordert, hat nun die Staatsanwaltschaft die Büroräume durchsucht.

Veröffentlicht:

BERLIN (ami). Gegen die drei Vorstände der KV Berlin ermittelt nun der Staatsanwalt wegen des Verdachts auf Untreue. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den Zahlungen von je 183.000 Euro sogenannten Übergangsgeldes.

Sie gehen zurück auf fünf Anzeigen, insbesondere von Ärzten, wie ein Sprecher des Staatsanwalts der "Ärzte Zeitung" mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch zeitgleich die Geschäftsräume der KV und die Privatwohnungen von Dr. Angelika Prehn, Dr. Uwe Kraffel und Burkhard Bratzke durchsucht. Bei den Durchsuchungen wurden Unterlagen und Datenträger sichergestellt.

Der KV-Vorstand bestätigte das. Er wies darauf hin, dass die Unterlagen freiwillig herausgegeben worden seien.

"Wir hatten der Staatsanwaltschaft die Unterlagen schon im Vorfeld angeboten und erachten die Vorwürfe als unbegründet", so die Stellungnahme des KV-Vorstands.

In seiner Stellungnahme äußert sich der Vorstand auch zum Bescheid der Senatsgesundheitsverwaltung, der den Vorstand zur Rückzahlung verpflichtet. Er hält das Schreiben "für unschlüssig und rechtswidrig".

Die KV Berlin prüfe jetzt das weitere Vorgehen. Für eine Klageerhebung ist ein Monat Zeit. Bedauern äußerte der KV-Vorstand darüber, dass die Senatsverwaltung nicht auf seine Gesprächsangebote eingegangen sei.

Die drei Berliner KV-Vorstände erhalten in diesem Jahr eine Grundvergütung von je gut 192.000 Euro (Vorjahr: 179.000 Euro) und 21.000 Euro Zuschuss zur privaten Vorsorge.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krisenresilienz

Stromausfall in Reutlingen: Eine Ärztin schildert ihre Erfahrungen

Lesetipps
Verwaistes Berufsutensil: Wo Kolleginnen und Kollegen den Hut nehmen, sind die verbliebenen Leistungserbringer nicht selten mit überbordender Nachfrage konfrontiert.

© Justlight / Generated with AI / Stock.adobe.com

Versorgung

Ärztemangel: Hilfe, mein Nachbar macht die Praxis dicht!

In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor