Ärzte Zeitung, 08.07.2012

Duogynon: Schadenersatzanspruch ist verjährt

BERLIN (HL/ami). Auch im zweiten Anlauf ist ein Kläger vor dem Landgericht Berlin mit dem Versuch gescheitert, das Unternehmen Bayer als Rechtsnachfolger von Schering als Hersteller von Duogynon in Haftung zu nehmen.

Das Landgericht Berlin hat am Donnerstag eine Klage auf Zahlung von Schmerzensgeld und auf die Feststellung einer weitergehenden Haftung abgewiesen. Die Entscheidung beruht darauf, dass die Ansprüche des Klägers verjährt sind.

Bereits im Januar war die Klage abgewiesen worden. Der Kläger hatte Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 Euro mit der Begründung gefordert, er sei vorgeburtlich dadurch geschädigt worden, dass seine Mutter Duogynon zur Feststellung einer Schwangerschaft eingenommen habe.

Geboren wurde der Kläger 1976 mit schweren Missbildungen der Blase und der Harnröhre.

Ob das als Schwangerschaftstest verwendete Duogynon tatsächlich die Behinderung des Klägers verursacht hat, war nicht Gegenstand des Prozesses.

Maßgeblich war für den Zeitpunkt des Geschehens das Recht vor Inkrafttreten der Arzneimittelgesetzesnovelle von 1978. Deshalb gelten Verjährungsfristen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Und damit lief die Verjährung 2006 ab.

Az. 1 O 60/11

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »