Donnerstag, 24. April 2014
Ärzte Zeitung, 12.12.2012

Rezeptfehler

"Manipulation durch Sekte" bringt Ärztin in die Psychiatrie

LÜNEBURG. Wenn eine Ärztin Verwechslungen bei der Arzneiverordnung mit PC-Manipulationen durch eine Sekte rechtfertigt, dann wird eine psychiatrische Untersuchung fällig.

Das geht aus einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg hervor. Die Klägerin hatte als Ärztin in Kliniken oder als Betriebsärztin gearbeitet.

Einer der früheren Arbeitgeber wandte sich an die Behörden: Die Kollegin habe erzählt, sie werde von einer Sekte verfolgt.

Auf die Verwechslungen bei der Arzneiverordnung angesprochen, habe sie erklärt, die Sekte habe wohl auch die Praxis infiltriert.

Das sind "hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung der Klägerin und eine damit verbundene Einschränkung der gesundheitlichen Eignung zur Ausübung des ärztlichen Berufs", urteilte das OVG. Daher sei eine fachärztlich-psychiatrische Untersuchung rechtens. (mwo)

Az.: 8 LA 3/12T

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Hautkrebs: Schützt viel Sonne vor Melanomen?

Es scheint paradox: Wer von Kind an häufig in der Sonne ist, hat offenbar ein geringes Melanomrisiko. Das zeigt eine deutsche Fall-Kontroll-Studie. mehr »

Hepatitis-C-Therapie: Ein Prototyp für erfolgreiche Forschung

Ohne neue Forschung droht der Medizin irgendwann Stillstand. Doch nicht immer gelingt der Schritt aus der Wissenschaft in die Praxis. Deswegen macht der Internistenkongress "Forschung wird zu Medizin" zum Leitthema. Ein Paradebeispiel dafür sind die neuen Therapien gegen Hepatitis C. mehr »

Kaffeetrinker: Seltener Leberzirrhose durch Alkohol

Kaffee schützt die Leber offenbar vor den Folgen von Alkohol und falscher Ernährung: Regelmäßiger Konsum senkt das Risiko, an einer nicht viral bedingten Zirrhose zu sterben. Für Tee gilt das nicht. mehr »