Freitag, 28. August 2015
Ärzte Zeitung, 12.12.2012

Rezeptfehler

"Manipulation durch Sekte" bringt Ärztin in die Psychiatrie

LÜNEBURG. Wenn eine Ärztin Verwechslungen bei der Arzneiverordnung mit PC-Manipulationen durch eine Sekte rechtfertigt, dann wird eine psychiatrische Untersuchung fällig.

Das geht aus einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg hervor. Die Klägerin hatte als Ärztin in Kliniken oder als Betriebsärztin gearbeitet.

Einer der früheren Arbeitgeber wandte sich an die Behörden: Die Kollegin habe erzählt, sie werde von einer Sekte verfolgt.

Auf die Verwechslungen bei der Arzneiverordnung angesprochen, habe sie erklärt, die Sekte habe wohl auch die Praxis infiltriert.

Das sind "hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung der Klägerin und eine damit verbundene Einschränkung der gesundheitlichen Eignung zur Ausübung des ärztlichen Berufs", urteilte das OVG. Daher sei eine fachärztlich-psychiatrische Untersuchung rechtens. (mwo)

Az.: 8 LA 3/12T

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Halbzeitpfiff für die GroKo: Das ist Gröhes Zwischenbilanz

Mit der Pflegereform und dem Versorgungsstärkungsgesetz hat Gesundheitsminister Gröhe einige Mammutprojekte angepackt. Ein Blick zurück und nach vorn. mehr »

Geschwollene Finger: Bei Titanringen muss der Bolzenschneider ran

Viele Paare entscheiden sich für Eheringe aus Titan statt Gold, weil das Material härter ist. Der Nachteil: Wenn die Finger anschwellen, müssen Notfallmediziner mitunter zu ungewöhnlichen Mitten greifen. mehr »

Flüchtlinge in Europa: "Ich bin dankbar, dass ich jetzt
hier bin"

Immer mehr Flüchtlinge strömen nach Westeuropa in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Viele Länder sind mit den ankommenden Massen überfordert, die Stimmung heizt sich auf. Einblicke in die Lage auf den griechischen Inseln und in anderen Teilen Europas - mit Video. mehr »