Ärzte Zeitung, 23.05.2014

Transplantations-Prozess

Göttinger Gericht beruft Schöffen ab

GÖTTINGEN. Überraschung im Prozess um den Transplantationsskandal am Göttinger Universitätsklinikum: Das Landgericht Göttingen hat einen der beiden Hauptschöffen wegen Besorgnis der Befangenheit abberufen.

Die Schwurgerichtskammer habe damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen, so eine Gerichtssprecherin. Die Verhandlung werde mit einer Ersatzschöffin fortgesetzt, die seit Prozessbeginn an allen Verhandlungen teilgenommen hatte.

Anlass für die Abberufung seien zwei Gespräche zwischen dem Schöffen und dem angeklagten Transplantationschirurgen, in denen es um eine Handverletzung ging, die sich der Schöffe vor einiger Zeit bei einem Treppensturz im Landgericht zugezogen hatte.

Der Schöffe sei darüber in einer Sitzungspause im Fahrstuhl mit dem Angeklagten ins Gespräch gekommen. In einem späteren Telefonat habe sich der Schöffe einen Spezialisten für Handchirurgie benennen lassen, der auch einmal den Angeklagten behandelt hatte. Ein Ende des Prozesses ist bisher nicht absehbar. (pid)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »