Ärzte Zeitung, 08.09.2014

Urteil

Chef beleidigt - heißt nicht immer Kündigung

MAINZ. Wer seinen Chef einen Psychopathen nennt, dem droht nicht zwangsläufig die Kündigung. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz vor Kurzem.

Eine solche grobe Beleidigung sei zwar eine "erhebliche Ehrverletzung" und "an sich" ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung. Im konkreten Fall hätte aber eine Abmahnung des Mitarbeiters genügt.

Der Mann hatte seinen Chef nicht direkt beleidigt, sondern im Kollegenkreis über ihn hergezogen. Zuvor war er bei einem Personalgespräch von seinem Vorgesetzten aus dem Zimmer geworfen worden.

Später machte er dann beim Rauchen mit Kollegen seinem Ärger Luft. Laut Urteil konnte er aber darauf vertrauen, dass dies nicht nach außen dringt. (dpa)

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Az.: 5 Sa 55/14

Topics
Schlagworte
Recht (11715)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »