Ärzte Zeitung App, 13.11.2014

Steuern

Behinderte müssen sich entscheiden

NEU-ISENBURG. Behinderte müssen sich bei ihrer nächsten Steuererklärung entscheiden, ob sie den Behinderten-Pauschbetrag geltend machen oder für bezahlte Pflegeleistungen lieber die Steuerermäßigung als haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Beides nebeneinander geht nicht, urteilte kürzlich der Bundesfinanzhof. Grund: Mit dem Pauschbetrag sind alle behinderungsbedingten Aufwendungen abgegolten.

Tipp: Liegen die Ausgaben etwa für eine Notrufbereitschaft oder Krankenpflege unterhalb des Pauschbetrags, sollten Behinderte diesen in Anspruch nehmen. Für ihn ist es egal, ob tatsächlich Pflegebedürftigkeit besteht oder Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden.

Der Behinderten-Pauschbetrag richtet sich nach dem Grad der Behinderung und reicht von 310 bis 1420 Euro. Bei Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen, die auch Pflegeleistungen umfasst, reduziert sich die Einkommensteuer um 20 Prozent, höchstens aber um 4000 Euro. (juk)

Bundesfinanzhof, Az. VI-R-12/12

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »