Ärzte Zeitung, 12.08.2015

Urteil

Keine Neurochirurgie bei HNO-Versorgungsauftrag

KASSEL.Ein begrenzter Versorgungsauftrag eines Krankenhauses umfasst nicht jede zielführende Behandlung. Es kommt auch auf die Form des Eingriffs an, wie das Bundessozialgericht (BSG) entschied. Es versagte damit einem Krankenhaus mit Versorgungsauftrag für Chirurgie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde die Vergütung für einen neurochirurgischen Eingriff.

Bei der Patientin hatte das Krankenhaus ein Akustikusneurinom mittels Kraniotomie entfernt. Um auch den Tumoranteil im Kleinhirnbrückenwinkel zu erreichen, wurde ein subokzipital-retromastoidaler Zugang verwendet. Die Kasse lehnte eine Vergütung ab, weil der Eingriff nicht vom Versorgungsauftrag gedeckt sei. Dies hat das BSG nun bestätigt (Az.: B 1 KR 20/14 R). (mwo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »