Ärzte Zeitung, 25.02.2016

Recht

Streit um "Kittelverbrennung" geht vors Bundessozialgericht

ERFURT. Der Rechtsstreit um das Studentenritual der "Kittelverbrennung" geht in die nächste Runde. Einer der Verfahrensbeteiligten habe das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel angerufen, teilte das Thüringer Landessozialgericht am Donnerstag (25. Februar) in Erfurt mit.

Die Erfurter Richter hatten eine "Kittelverbrennung" in Jena, bei der Studenten verletzt wurden, nicht als Arbeitsunfall anerkannt (wir berichteten). Die gesetzliche Unfallkasse muss somit nicht zahlen. Das BSG muss nun zunächst entscheiden, ob es sich überhaupt mit dem Fall befasst.

Das ist nur unter eingeschränkten Voraussetzungen möglich - etwa bei einer grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit.

Pharmazie-Studierende hatten zum Abschluss eines Praktikums an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahr 2012 Kittel verbrannt. Dabei kam es zu einer Verpuffung, weil ein Student mit Ethanol hantierte. 13 Studenten erlitten Verbrennungen. (dpa)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Wenn der eigene Bruder behindert ist

Wie ist es für ein Kind, ein Geschwister mit Down-Syndrom zu haben? Ein Einblick in den Alltag von Katharina (13): Sie sieht die Trisomie 21 ihres Bruders als Belastung - und als Vorteil. mehr »

Londoner fühlen sich verunsichert und gespalten

Großbritannien tritt aus der EU aus und in der Hauptstadt herrscht Katerstimmung. Das Referendum zeigt auch psychische Folgen. Einblick in die Seele Londons. mehr »

Neue EBM-Leistungen für Betreuung in Pflegeheimen

KBV und Kassen haben neue Leistungen beschlossen, die die medizinische Versorgung in Pflegeheimen verbessern sollen. Dafür wird zum 1. Juli ein neues Kapitel im EBM geschaffen. mehr »