Ärzte Zeitung, 28.04.2016

Prozess

Klinik und Anästhesist vergleichen sich

GÖTTINGEN. Nach dem Tod einer Patientin im Krankenhaus St. Martini in Duderstadt im Kreis Göttingen haben sich jetzt die Klinik und ein früherer Oberarzt auf einen Vergleich geeinigt.

Die Parteien hätten sich außergerichtlich darauf verständigt, dass das Arbeitsverhältnis des Anästhesisten nicht fristlos, sondern unter Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfrist beendet werde, teilte ein Sprecher des Arbeitsgerichts Göttingen mit.

Die Klinik hatte dem Oberarzt Anfang Dezember 2015 fristlos gekündigt, nachdem es bei einer Operation zu einer folgenschweren Verwechslung gekommen war. Eine 81-jährige Patientin hatte bei einer Transfusion versehentlich die Eigenblutreserve einer anderen Patientin erhalten, deren Blutgruppe nicht mit ihrer kompatibel war, und war später verstorben.

Der Anästhesist hatte dann gegen seine fristlose Kündigung geklagt. Da sich die Parteien zunächst nicht auf einen Vergleich einigen konnten, wollte das Arbeitsgericht mehrere Ärzte und Pfleger als Zeugen vernehmen. Der Termin wurde nun aufgehoben.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat unterdessen gegen den Anästhesisten sowie eine weitere Ärztin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. (pid)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen von Tag 1 und 2 des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »