Ärzte Zeitung, 05.11.2014

Generika-Ausschreibung

Rabatte für sieben Millionen Versicherte

DÜSSELDORF. Die Betriebskrankenkassen haben ihre 10. Generika-Ausschreibung in trockenen Tüchern: Anfang November erteilte die Servicegesellschaft GWQ im Auftrag von 43 Betriebs-, Innungs- und Ersatzkassen Zuschläge für 342 Fachlose. Insgesamt seien 226 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen ausgeschrieben worden, heißt es in einer GWO-Mitteilung.

221 Fachlose seien exklusiv verpartnert worden, für 121 Lose habe man jeweils drei Lieferanten gefunden. Der Großteil der Verträge tritt am 1. Februar 2015 in Kraft und löst damit die Verträge der 6. Ausschreibung ab. Laufzeitende ist der 31. Dezember 2016.

Das Volumen der 10. Tranche umfasse einen zweijährigen Marktumsatz zu Lasten der beauftragenden Kassen - die etwa sieben Millionen Mitglieder repräsentieren - von zuletzt rund 860 Millionen Euro zu Apothekenverkaufspreisen.

Zu den Gewinnern der GWQ-Ausschreibung gehören die großen Generikaanbieter Teva ratiopharm (95 Zuschläge), die Stada-Tochter Aliud (79) sowie die Novartis-Gesellschaften Hexal und 1A Pharma (57 Zuschläge).

Darüber hinaus konnte die Bietergemeinschaft der Generikalinie Zentiva und des Mutterkonzerns Sanofi mit 40 Zuschlägen punkten. 38 Verträge sicherte sich die erst seit sechs Jahren aktive Aristo Pharma. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »