Ärzte Zeitung, 27.02.2015

NRW

Verbraucherzentrale watscht Apotheker ab

KÖLN. Viele Apotheker kommen bei der Abgabe von OTC- Schmerzmitteln ihrer Prüf- und Beratungspflicht nicht nach, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW.

Anlass der Kritik waren Testkäufe, bei denen drei Packungen mit je 20 Tabletten eines Schmerzmittels verlangt wurden.

Nach Angaben der Verbraucherschützer gaben 39 von 50 Apotheken die gewünschte Menge ab, acht reduzierten die Menge wegen pharmazeutischer Bedenken und drei hatten nicht genug Packungen vorrätig.

Nur 18 Apotheken warnten vor einer dauerhaften und zu hohen Einnahme des Mittels und rieten zum Arztbesuch.

Die Verbraucherzentrale nannte es "widersinnig", dass acht Apotheker die gewünschte Menge trotz kritischen Nachhakens abgaben. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »