Ärzte Zeitung, 12.06.2015

Ab 2016

Nur noch ein Formular für Krankschreibungen

Die KBV will die Ärzte beim leidigen Thema Bürokratie entlasten - eine Vereinfachung ist nun fix: Ab 2016 wird es nur noch ein Formular für Krankschreibungen geben.

Nur noch ein Formular für Krankschreibungen

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird nach KBV-Angaben um einen Durchschlag erweitert.

© Gerhard Seybert / fotolia.com

BERLIN. Weniger Zettelwirtschaft für die Vertragsärzte: Ab 2016 wird es für Krankschreibungen nur noch ein Formular geben.

Das bisherige Formular zum Bezug von Krankengeld fällt dann weg, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) berichtet. Auf diese Vereinfachung haben sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt.

Der sogenannte Auszahlschein für Krankengeld (Muster 17) wird nach KBV-Angaben zum 1. Januar 2016 in die klassische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) integriert. Auf dem neuen Muster 1 bescheinigen Vertragsärzte dann beides: sowohl eine Arbeitsunfähigkeit während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber als auch während der Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse.

Eine weitere Neuerung: Patienten erhalten der KBV zufolge künftig einen Durchschlag der Krankschreibung. Dieser werde einen Hinweis enthalten, dass für den Bezug von Krankengeld ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich sei, heißt es in der Mitteilung.

Die AU-Bescheinigung werde dafür um einen Durchschlag erweitert, so die KBV. Bislang erhalten nur die Krankenkasse und der Arbeitgeber eine Kopie. (eb)

[12.06.2015, 15:58:32]
Dr. Christoph Schay 
herzlichen Glückwunsch!
Die KVWl hatte vor einigen Jahren meterlange Standtafeln mit den von Funktionären erdachten Formularen im GKV System. Dank dieser großartigen Nachricht aus dem Hause der Entbürokratisierung werden aus 25 Meter Formularen nun 24 Meter.
Dazu meinen aller herzlichen Glückwunsch!!

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[12.06.2015, 14:38:00]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Es ist vollbracht!
Schon am 2. Januar 2012 habe ich unter dem Titel: "Sankt Bürokrazius, der Erfinder des Amtsschimmels!" kommentiert und den österreichischen Schauspieler und Autor Johann Nestroy (19. Jahrhundert) zitiert: "Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare".
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/800060/lebt-buerokratie-monster-gkv.html?sh=13&h=-248648855

Jetzt ist es endlich vollbracht: Die äußerst individuell designten und erstaunlich redundanten Vordrucke zum Bezug von Krankengeld nach Ablauf der Lohnfortzahlung mit AU-Bescheinigung bei derzeit noch ca. 125 verschieden GKV-Krankenkassen werden abgeschafft!

Allen gemeinsam war die wiederholte Frage nach der Kontoverbindung des Patienten, während der Vertragsarzt handschriftlich und mit Stempel dieselben Infos schreiben darf, die im AU-Formular (Muster 1a) automatisch aus dem Praxis-PC generiert werden können. Diesen Sachverhalt hatte ich der KBV und meiner KVWL schon 2011 mehrfach schriftlich mitgeteilt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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[12.06.2015, 13:20:51]
Dr. Henning Fischer 
ein einziges Formular für ALLES, und das noch ohne Durchschläge

so funktioniert das einwandfrei seit Jahrzehnten in der PKV.

Jede Verwaltung ist in erster Linie dazu da, sich selber zu erhalten.

Solche peanuts können darüber nicht hinwegtäuschen.

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