Ärzte Zeitung, 29.09.2014

Therapieentscheidung

Viele Kranke wollen partizipieren

Neu-Isenburg. Laut Gesundheitsmonitor 2 / 2014* wollen gut die Hälfte der Patienten (52 Prozent) eine gemeinsame Entscheidung mit dem Arzt, ein Viertel sagt, der Arzt solle entscheiden, 18 Prozent wollen selbst entscheiden.

Gewünscht wird von der Mehrzahl der befragten Haus- und Facharztpatienten eine ausführliche Information über Vor- und Nachteile einer Therapie und das Eingehen des Arztes auf Fragen und Bedenken, aber auch eine klare Therapieempfehlung des Arztes.

Stark und sehr stark wünschen sich Patienten außerdem die Möglichkeit, anderweitig Informationen einzuholen, allein und in Ruhe selbst eine Entscheidung treffen zu können und eine ausreichende Bedenkzeit vor der Therapieentscheidung zu haben.

Bedenklich finden die Autoren, dass den meisten Patienten gar nicht bewusst war, dass es Entscheidungsmöglichkeiten gibt. (fk)

*(Bertelsmann Stiftung / Barmer GEK. Gesundheitsmonitor Newsletter 2 / 2014. www.bertelsmann-stiftung.de, zuletzt abgerufen 18.07.2014)

Topics
Schlagworte
Arzt und Patient (1089)
Organisationen
Bertelsmann (239)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »