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Brustkrebs-Studie

Gute Aufklärung lindert Ängste

Je besser Brustkrebs- patientinnen über ihre Erkrankung informiert sind, desto weniger werden sie von Sorgen gequält.

Veröffentlicht:

Eine gute Aufklärung über ihre Erkrankung kann die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen deutlich steigern. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Köln und Bonn sowie der Deutschen Krebsgesellschaft in einer nun veröffentlichten Studie herausgefunden.

Die Wissenschaftler hatten 445 Brustkrebspatientinnen im Alter von 65 bis 88 Jahren befragt - und zwar kurz nach ihrer Brustkrebs-Op sowie 40 Wochen später (S. M. Halbach, A. Enders, C. Kowalski, T.-K. Pförtner, H. Pfaff, S. Wesselmann and N. Ernstmann; Patient Education and Counseling, 2016, Volume 99, Number 5, Page 855).

Dabei zeigte sich zum einen, dass die Sorge, die Krankheit könne fortschreiten oder - nach Abschluss der Therapie - wiederkehren, weit verbreitet ist. "Bis zu 70 Prozent aller Brustkrebspatientinnen leiden unter solchen Ängsten", so Professor Nicole Ernstmann, die am Uniklinikum Bonn im Bereich Gesundheitskommunikation forscht.

Es zeigte sich aber eben auch, dass eine wirksame Medizin gegen die Angst eine gute Aufklärung der Patientinnen zu sein scheint. Denn Befragte mit einer geringen Gesundheitskompetenz gaben wesentlich häufiger an, im Zusammenhang mit ihrer Krankheit von Sorgen gequält zu werden.

Ernstmann: "Wir können Patientinnen unbegründete Ängste nehmen, indem wir sie besser über ihre Krankheit informieren." Wichtig sei dabei, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Patientinnen auch trauen, Fragen zu stellen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, so die Wissenschaftlerin.

Manche Betroffene täten sich damit nämlich durchaus schwer: Sie wollten nicht ungebildet wirken oder fürchteten, die Geduld ihres Gegenübers in Weiß zu strapazieren. Ernstmann empfiehlt zudem, möglichst nicht allein in das Arztgespräch zu gehen, sondern einen guten Freund, den Partner oder einen Verwandten mitzunehmen. Denn erfahrungsgemäß hätten Begleitpersonen weniger Probleme damit, noch offene Fragen anzusprechen. (eb)

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