Umfrage

Patienten wollen online Arzttermine buchen

Drei von vier Internetnutzern würden gerne ihren Termin beim Arzt online buchen, so eine Studie.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. 73 Prozent der deutschen Internetnutzer würden ihre Arzttermine gerne online vereinbaren.

Für die repräsentative Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Research Now im Auftrag des Arztbewertungsportals Jameda (www.jameda.de) 1000 Personen zwischen 16 und 65 befragt.

Mehr als jeder Zweite stimmte der Aussage: „Eine Online-Terminbuchung würde meiner Meinung nach die Gesundheitsversorgung verbessern“ zu. Zudem ließ die Studie erkennen, dass diejenigen, die bereits einen Arzttermin online gebucht hatten, von diesem Service überzeugt seien: 87 Prozent von ihnen gaben an, sie möchten den Service auch künftig wieder in Anspruch nehmen.

Der Wunsch, Arzttermine im Internet zu buchen, besteht keinesfalls nur bei sehr jungen Patienten, den sogenannten „Digital Natives“. Die größte Zustimmung zur Aussage „Würde mein Arzt eine Online-Terminbuchung anbieten, würde ich diese nutzen“ gab es bei den 35- bis 44-jährigen. Unter ihnen stimmten 80 Prozent dieser Aussage zu.

Bei den jüngeren und den 55- bis 65-Jährigen waren es immerhin 70 Prozent, die eine online Terminbuchung nutzen würden, sofern sie denn angeboten würde. Unter den 45- bis 54-Jährigen würden zwei Drittel den Service nutzen.

Zeitliche Flexibilität ein Hauptvorteil

Auch der Bildungsgrad hat laut der Studie möglicherweise Einfluss auf den Wunsch nach einer Online-Terminbuchung: Patienten, die mindestens Fachabitur haben, würden Arzttermine eher online buchen (79 Prozent) als Patienten mit niedrigerem Bildungsgrad (68 Prozent).

Am größten sei der Wunsch nach online buchbaren Arztterminen unter Nutzern von Online-Arztempfehlungsportalen: 83 Prozent von ihnen würden ihre Termine gerne online – und somit beispielsweise direkt im Anschluss an die erfolgreiche Online-Arztsuche – vereinbaren.

Den Hauptvorteil, Arzttermine online zu buchen, sehen Patienten laut Studie in der zeitlichen Flexibilität (Zustimmung 58 Prozent). Unabhängig von den Sprechstundenzeiten könnten sie Termine rund um die Uhr, auch an den Wochenenden vereinbaren.

Mehr als jeder zweite Befragte gab an, so keine Zeit mehr in Warteschleifen verschwenden zu müssen. Ein ebenfalls häufig genannter Pluspunkt der Online-Buchung: Dadurch habe man einen guten Überblick über freie Arzttermine (51 Prozent). 39 Prozent der Befragten meinten, gut sei, wenn sie vorab per SMS oder E-Mail an einen anstehenden Arzttermin erinnert würden.

Die Studie belege, kommentiert Jameda die Umfrage-Ergebnisse in einer Pressemitteilung, dass Ärzte mit Online-Terminbuchungen große, bisher ungenutzte Potenziale bergen könnten. (ato)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?