Sonntag, 19. Mai 2013
Ärzte Zeitung, 15.01.2013

Virtuelle Arztpraxis

DrEd bietet "Pille danach"

LONDON. Die in London ansässige Online-Arztpraxis "DrEd" bietet jetzt auch eine Sprechstunde für die "Pille danach" an.

Das Rezept wird dann an eine deutsche Versandapotheke geschickt, die das Medikament bis 12 Uhr mittags des Folgetages ausliefert. Die Gebühr für die ärztliche Beratung, das Rezept, das Medikament und den Versand beträgt 35 Euro.

Die Sprechstunde werde an sechs Tagen angeboten, heißt es. Lediglich von Freitagabend 18 Uhr bis Samstagabend 18 Uhr ist der Dienst nicht zu erreichen.

Das Telemedizin-Unternehmen begründet seine Angebotserweiterung mit einer Umfrage von 2008, der zu Folge zwei Drittel der befragten Frauen die in Deutschland für die Notfallverhütung vorgeschriebene ärztliche Beratung "als zusätzlichen Stress in einer ohnehin schwierigen Situation empfinden" beklagte.

Ein weiteres Drittel beklagte zudem "eine abschätzige oder respektlose Behandlung in den Praxen und Notfallambulanzen". Seit Kurzem bietet "DrEd" auch online-basierte Video-Sprechstunden an. (cw)

| Share
[15.01.2013, 15:26:46]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Ganz entspannt in "Nederland"
Da heißt die "Pille danach" einfach "Pechpill" und ist wesentlich preisgünstiger. Die Verordnung gelingt übrigens ganz ohne Häme, wenn man sich auch als Mediziner einfach nur an selbst erlebtes Verhütungs-Malheur erinnert.
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Transplantation: BÄK-Richtlinien sollen unter die Lupe

Das Transplantationsgesetz im Umbruch: Innerhalb von einem Jahr könnte es zum vierten Mal geändert werden - jetzt wegen der BÄK-Richtlinien. Auch eine neue Strafvorschrift ist möglich. mehr »

Einbußen errechnet: So teuer kommt Ärzte die Bürgerversicherung

Kommt der einheitliche Krankenversicherungs­markt nach der Bundestagswahl, geht es Ärzten an den Geldsäckel. Wie stark, hat jetzt der PVS-Verband errechnet. Für bestimmte Fachgruppen sind Einbußen von bis zu 40 Prozent des Praxishonorars zu erwarten. mehr »

Vorsicht bei Mett: Geflügel nicht mehr größtes Salmonellenrisiko

Wer Eier oder Hähnchen isst, ist besonders gefährdet für Salmonellen, hieß es noch vor Jahren. Mittlerweile sind andere Lebensmittel riskant. mehr »