Samstag, 1. November 2014
Ärzte Zeitung, 15.01.2013

Virtuelle Arztpraxis

DrEd bietet "Pille danach"

LONDON. Die in London ansässige Online-Arztpraxis "DrEd" bietet jetzt auch eine Sprechstunde für die "Pille danach" an.

Das Rezept wird dann an eine deutsche Versandapotheke geschickt, die das Medikament bis 12 Uhr mittags des Folgetages ausliefert. Die Gebühr für die ärztliche Beratung, das Rezept, das Medikament und den Versand beträgt 35 Euro.

Die Sprechstunde werde an sechs Tagen angeboten, heißt es. Lediglich von Freitagabend 18 Uhr bis Samstagabend 18 Uhr ist der Dienst nicht zu erreichen.

Das Telemedizin-Unternehmen begründet seine Angebotserweiterung mit einer Umfrage von 2008, der zu Folge zwei Drittel der befragten Frauen die in Deutschland für die Notfallverhütung vorgeschriebene ärztliche Beratung "als zusätzlichen Stress in einer ohnehin schwierigen Situation empfinden" beklagte.

Ein weiteres Drittel beklagte zudem "eine abschätzige oder respektlose Behandlung in den Praxen und Notfallambulanzen". Seit Kurzem bietet "DrEd" auch online-basierte Video-Sprechstunden an. (cw)

|
[15.01.2013, 15:26:46]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Ganz entspannt in "Nederland"
Da heißt die "Pille danach" einfach "Pechpill" und ist wesentlich preisgünstiger. Die Verordnung gelingt übrigens ganz ohne Häme, wenn man sich auch als Mediziner einfach nur an selbst erlebtes Verhütungs-Malheur erinnert.
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Kampf gegen Ebola: Impfstoffe sollen in einem halben Jahr verfügbar sein

Was sonst Jahre dauert, soll angesichts der Ebola-Epidemie nun in wenigen Monaten passieren: Die Tests zweier Impfstoffe gehen in die heiße Phase. mehr »

Neue IT-Schnittstelle: Schneller Datenaustausch bleibt Illusion

In Kürze soll es eine einheitliche IT-Schnittstelle für den Transfer von Praxisdaten von einer Arztsoftware zur anderen geben. Den großen Wunsch nach mehr Interoperabilität wird die neue Schnittstelle aber wohl nicht erfüllen. mehr »

50 Jahre Rettungswagen: Das "Rendezvous-System" erobert die Welt

Ein Oberarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hatte vor 50 Jahren eine Idee, die die Notfallmedizin revolutionierte. Heute stehen die Notärzte der Region wieder am Scheideweg. mehr »