Ärzte Zeitung, 06.11.2008

Kommentar

Lebensader des Fortschritts

Von Matthias Wallenfels

Die lange Zeitspanne und die damit einhergehenden Kosten, bis eine medizintechnische Innovation in Deutschland Gewinne abwirft, können für finanziell nur mittelprächtig ausgestattete Medizintechnik-Unternehmen einen erheblichen Aderlass bedeuten.

Die Firmen müssen mit ihren Neuheiten langwierige Prozessschritte von der klinischen Forschung über die Validierung bis hin zur Erstattung im kassenärztlichen Bereich durchlaufen - und durchhalten -, ehe sie je in der Lage sind, auch nur einen Cent in der Kasse klingeln zu hören.

Langfristig ist hier die Politik gefordert, mit einem entsprechend praktikablen Instrumentarium an Optionen zur Prozessverschlankung beizutragen, ohne an der Qualität der Patientensicherheit Abstriche zuzulassen. Gerade wissensbasierte Unternehmen mit ihrem hoch qualifizierten und hoch spezialisierten Mitarbeitern sind die Lebensader des Fortschritts für Deutschlands Medizin. Diese darf auf keinen Fall ausbluten.

Lesen Sie dazu auch:
Innovationshürden sind teuer, aber umschiffbar

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Versorgungswerke sitzen auf 184 Milliarden Euro

Auf die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Versorgungswerke tut sich die Bundesregierung mit dem Blick in die Glaskugel schwer. Die Anzahl der Rentenempfänger werde wohl weiter deutlich zunehmen. mehr »