Ärzte Zeitung, 10.12.2008

EU will Medikamenten ein Siegel geben

BRÜSSEL (dpa). Gefälschte Medikamente sind in Europa nach Ansicht der EU-Kommission eine wachsende Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

Die Kommission legte am Mittwoch in Brüssel einen Gesetzentwurf vor, nach dem Arzneimittel künftig mit einem speziellen Siegel versehen werden sollen. Damit könne der Weg der Originalverpackung vom Hersteller bis zum Verbraucher verfolgt werden, sagte Industriekommissar Günter Verheugen.

Der Plan sieht außerdem vor, dass Arzneimittelhersteller unter bestimmten Bedingungen die Öffentlichkeit direkt, etwa im Internet oder in Fachzeitschriften, über ihre Medikamente informieren dürfen. Verheugen betonte, das bestehende Werbeverbot bleibe aber bestehen. Kritiker befürchten Schleichwerbung der Unternehmen. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament müssen dem Vorhaben zustimmen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »