Ärzte Zeitung, 20.01.2009

Zahlungsmoral bei Unternehmen ist immer noch intakt

DARMSTADT (dpa). Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat einer Studie zufolge bisher noch keine Spuren bei der Zahlungsmoral der Unternehmen hinterlassen. "Die Auswirkungen werden erst im laufenden Jahr zu spüren sein", heißt es in der Studie des Wirtschaftsinformations-Dienstleisters D&B Deutschland.

Im vierten Quartal haben demnach knapp 80 Prozent aller Firmen in Deutschland ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß bezahlt. Am besten schnitt die Pharmabranche ab - am schlechtesten die Touristikunternehmen.

Die Zahl der Firmen, die einen Lieferantenkredit zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses nutzen, dürfte weiter zunehmen, heißt es in der Studie weiter. Damit müssten die Firmen nicht nur länger auf ihr Geld warten, sondern müssen für ihre Kunden auch noch ungewollt in die Rolle einer Bank schlüpfen. Eine solche Entwicklung berge die Gefahr eines Dominoeffekts mit der Folge, dass die Ausfallrisiken bei allen Beteiligten sprunghaft ansteigen.

Der Wirtschaftsinformationsdienst D&B Deutschland erstellt auf Basis von 540 Millionen Rechnungen und Auswertung von Daten von mehr als 700 000 Firmen eine regelmäßige Studie zur Zahlungsmoral.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »