Ärzte Zeitung, 22.01.2009

Weg zur Arbeit: Umweg kostet Versicherungsschutz

NEU-ISENBURG (bü). Arbeitnehmer, die vor Antritt ihrer Fahrt zur Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit einen Einkauf einlegen, sind für diesen Ausflug nicht unfallversichert. Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) in zwei Fällen.

In ersterem Fall hatte eine Arbeitnehmerin vor Antritt ihrer Fahrt zur Arbeit einen Metzger auf der gegenüberliegenden Straßenseite angesteuert. Sie rutschte auf dem Rückweg zum Auto auf eisglatter Fläche aus und zog sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Kein Wegeunfall, urteilte das BSG.

Ähnlich ging es einem Arbeitnehmer, der auf dem Weg zur Arbeit mit seinem Roller einen Abstecher zum Supermarkt machte, auf dem Parkplatz wurde er von einem Auto verletzt. In beiden Fällen fehlte es an der "Betriebsbedingtheit des Einkaufsweges".

Az.: B 2 U 15/07 R, B 2 U 17/07 R

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »