Ärzte Zeitung, 05.03.2009

Schwarz Pharma mit Verlusten trotz Umsatzanstieg

KÖLN (iss). Das Monheimer Pharma-Unternehmen Schwarz Pharma hat in Deutschland im vergangenen Jahr rund ein Drittel seines Umsatzes mit dem Anti-Asthmatikum Atmadisc® (Fluticason/Salmeterol) erzielt.

Insgesamt fiel der Umsatz im Heimatmarkt um 8,9 Prozent auf 154 Millionen Euro. Davon entfielen 58,7 Millionen Euro auf Atmadisc®, das war ein Plus von 22,8 Prozent. Mit dem transdermalen Pflaster Neupro® (Rotigotine) zur Behandlung von Patienten mit Morbus Parkinson setzte Schwarz Pharma 22,9 Millionen Euro um, eine Steigerung um 38,8 Prozent.

Insgesamt verzeichnete die Gruppe einen Umsatzanstieg um 18,3 Prozent auf 353,1 Millionen Euro. Hinzu kamen Lizenzerlöse von 12,4 Millionen Euro und sonstige Erlöse von 59,4 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis des Unternehmens verschlechterte sich von minus 7,2 Millionen Euro auf einen Verlust von 30,9 Millionen Euro. Hier schlugen unter anderem die Aufwendungen für das Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramm der belgischen Konzernmutter UCB zu Buche, das mit einem massiven Stellenabbau verbunden ist.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten von Schwarz Pharma sanken 2008 um 15,6 Prozent auf 74,9 Millionen Euro. Das Unternehmen begründete das mit "Fortschritten in der Pipeline". 2008 hätten neue Medikamente, beispielsweise Vimpat® (Lacosamid) für die Indikation Epilepsie und Neupro® für die Indikation Restless-Legs-Syndrom die Marktzulassung erhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »