Ärzte Zeitung, 29.05.2009

"Burnout schon neue Volkskrankheit"

Betriebsärzte und IG Metall fordern mehr Prävention in Betrieben

KARLSRUHE(maw). Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und die Gewerkschaft IG Metall warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einer dramatischen Zunahme psychischer Erkrankungen der Beschäftigten.

In dem Positionspapier heißt es: "Schon in den letzten Jahren haben Erkrankungen wie Depressionen und Burnout erheblich zugenommen und die Ausmaße einer neuen Volkskrankheit angenommen."

Die Wirtschaftskrise verschärfe nach Auffassung beider Organisationen die bereits bestehenden Belastungen am Arbeitsplatz dramatisch. Betriebsärzte wie Gewerkschafter fordern von den Betrieben umfangreiche Maßnahmen zur Verhütung psychischer Erkrankungen und zum Stressabbau. Insbesondere betriebliche Frühwarnsysteme sollen zur Förderung psychischer Gesundheit der Beschäftigten beitragen.

Betriebs- und Werksärzte könnten hier einen wichtigen Beitrag leisten. VDBW wie IG Metall stellen die Prävention in den Fokus: "Gerade in der aktuellen Situation muss an die Betriebe das Signal gehen, dass auch in Krisenzeiten die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen weiterhin eine hohe Priorität erfordern."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »