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Privatuni nimmt Demenzversorgung in den Blick

WITTEN (iss). Voraussichtlich ab dem Wintersemester 2010/2011 können sich Studierende an der Universität Witten/Herdecke (UWH) zum Experten für die Demenzversorgung ausbilden lassen. Der viersemestrige interdisziplinäre Masterstudiengang ist Teil der Neuausrichtung der privaten Hochschule.

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In den Wirtschaftswissenschaften wird künftig ein neuer Studiengang Gesundheitsökonomie angesiedelt. Er kann als Aufbau- oder als Vollstudium absolviert werden.Der neue Studiengang zur Demenzversorgung wird die Bereiche Medizin und Pflege verzahnen und auch die Wirtschaftswissenschaften mit einbeziehen, erläutert der wissenschaftliche Geschäftsführer der UWH Dr. Martin Butzlaff. "Im Mittelpunkt steht der Aufbau neuer Strukturen für die Versorgung von Demenzkranken", sagt Butzlaff. Gleichzeitig sollen die Studierenden Instrumente an die Hand bekommen, mit denen sie überprüfen können, ob die Strukturen tatsächlich funktionieren und angemessen sind.

Für das Sommersemester 2011 ist eine weitere Neuerung geplant: ein Studiengang zur Palliativversorgung. "Wir wollen uns um die Brennpunkte der Versorgung kümmern", so Butzlaff. Der Universität gehe es darum, neue Ausbildungsangebote vor allem an den Schnittstellen der drei bisherigen Säulen Medizin, Wirtschaftswissenschaften und Kultur anzusiedeln.

Auch Palliativmedizin soll auf den Lehrplan.

Das ermögliche es, sich Fragestellungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern. "Gerade bei Themen wie der Demenzversorgung und der Palliativversorgung ist es wichtig, immer auch die ethische Komponente zu berücksichtigen." Dabei könne das Studium fundamentale der UWH wertvolle Beiträge leisten.

Als Teil der durch die Kritik des Wissenschaftsrats und die finanziellen Probleme erzwungenen Neuausrichtung wird die UWH in den nächsten fünf Jahren 500 neue Studienplätze einrichten (wir berichteten). Die Hochschule gab jetzt bekannt, dass sie 20 von 400 Vollzeitstellen abbauen will. 29 Mitarbeiter müssen entlassen werden, für sie wird eine Transfergesellschaft eingerichtet. "Wir haben die notwendigen Einsparungen in der Verwaltung und überall dort vorgenommen, wo nicht wissenschaftlich gearbeitet wird", sagt Butzlaff.

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