Ärzte Zeitung, 31.08.2009

Lilly weiter auf Wachstumskurs

BAD HOMBURG (ava). Der Nettogewinn des US-Pharmakonzerns Eli Lilly ist im zweitenQuartal 2009 dank höherer Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten um drei Prozent auf 5,3 Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) gewachsen. Die deutsche Tochterfirma Lilly Deutschland musste mit 117,8 Millionen Euro einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Grund ist vor allem das Auslaufen des Patents des Krebsmedikaments Gemzar® (Gemcitabin).

Zu dem gesteigerten Wachstum des amerikanischen Konzerns trugen unter anderem das Antidepressivum Cymbalta® (Duloxetin) und das Krebsmedikament Alimta® (Pemetrexed) bei. Die Übernahme der US-Biotechfirma ImClone und die damit verbundene Erweiterung der Produktpalette im Bereich Onkologie konnten zusätzlich zum Umsatzanstieg beitragen.

Nachdem das Unternehmen bereits 2008 eine Phase-III-Studie (IDENTITY) mit einem Gamma-Sekretase-Inhibitor auf den Weg brachte, weitet Lilly 2009 seine Forschungsambitionen bei Alzheimer aus. Zur Erforschung der neurodegenerativen Demenz startete Lilly zwei Phase-III-Studien mit einem monoklonalen Amyloid-Beta Antikörper. In zwei getrennt verlaufenden Studien wird der Fokus vor allem auf die Hemmung der degenerativen Prozesse sowie die allgemeine Befindlichkeit und das Funktionsniveau der Patienten gelegt. Über den Zeitraum von 18 Monaten erfassen die Studien dabei Daten von 2000 Patienten in 16 Ländern.

Eli Lilly and Company setzt bei der Entwicklung neuer Arzneimittel aber nicht nur auf die eigenen Forschungsaktivitäten, sondern strebt darüber hinaus mit der Lilly Phenotypic Drug Discovery Initiative (PD2) eine offene Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Universitäten und unabhängigen Laboratorien an. Die webbasierte Forschungsinitiative soll dabei helfen, das oft ungenutzte therapeutische Potenzial neu entdeckter Substanzen weiterzuentwickeln und speziell für die Krankheiten Alzheimer, Krebs, Diabetes mellitus und Osteoporose neue Ideen für Therapien und Präparate zu gewinnen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »