Ärzte Zeitung, 27.10.2009

Bayer hält Trendwende für geschafft

LEVERKUSEN (eb/dpa). Angesichts einer leichten operativen Ergebnissteigerung im dritten Quartal 2009 geht der Pharma- und Chemiekonzern Bayer davon aus, eine Trendwende geschafft zu haben. Das Ergebnis von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag vor Sondereinflüssen mit 1,499 Milliarden Euro etwas über dem Vorjahr (1,493 Milliarden Euro). Bei Konzernumsatz und -ergebnis waren jedoch Einbußen zu verzeichnen.

Das Konzernergebnis sank den Angaben zufolge um 10,1 Prozent auf 249 Millionen Euro. Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 7,392 Milliarden Euro zurück. Bayer hält aber weiter an dem Ziel fest, in diesem Jahr 32 Milliarden Euro Umsatz zu erwirtschaften und den Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen auf fünf Prozent zu begrenzen.

Besonders stark entwickelte sich die Sparte HealthCare. Hier wurde den Angaben vom Dienstag zufolge ein zweistelliger Ergebniszuwachs erreicht.

Der Umsatz des Teilkonzerns stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Im Segment Pharma kletterte der Umsatz um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Das Krebsmedikament Nexavar® konnte den höchsten Umsatzzuwachs (währungsbereinigt 29,6 Prozent) erreichen. Im Segment Consumer Health wuchs der Umsatz um 4,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Während sich also der Bereich Gesundheit krisenfest erneut als der Gewinnbringer des Bayer-Konzerns erwies, kam die Sparte Pflanzenschutz im dritten Quartal unter die Räder: Negative Währungseffekte, rückläufige Preise und ungünstige Witterungsbedingungen ließen das EBITDA vor Sondereinflüssen mit rund 48 Prozent förmlich einbrechen. Der Umsatz reduzierte sich um 8,8 Prozent. Wenning geht aber davon aus, dass sich die Geschäfte schon im kommenden Jahr wieder normalisieren werden.

In der Kunststoffsparte Material Science entspannte sich die Lage im dritten Quartal weiter. Auch wenn der Umsatz in dem Bereich mit zwei Milliarden Euro noch rund 20 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen habe, sei das EBITDA des zweiten Quartals fast verdoppelt worden.

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