Ärzte Zeitung, 06.05.2010

Post will 39 Cent netto für "Hybrid-Brief"

BONN (dpa). Die Deutsche Post reagiert bei ihrem geplanten Online-Angebot eines Hybrid-Briefs auf die neu verordnete Mehrwertsteuer für Geschäftskunden: Für die Botenzustellung eines online eingesandten Standardbriefs will die Post nun 39 Cent. Das bedeutet einen Rabatt gegenüber dem bisher geplanten Angebot von 46 Cent. Allerdings kommen im Falle von Mehrwertsteuerpflicht noch 19 Prozent hinzu. Brutto ändert sich der Preis damit kaum.

Die Post reichte einen entsprechenden Antrag zur Genehmigung bei der Bundesnetzagentur ein, wie ein Sprecher Post-Sprecher am Mittwoch in Bonn bestätigte. Ein herkömmlicher Standardbrief kostet 55 Cent.

Die 39 Cent plus Mehrwertsteuer umfassen nur Beförderung und Zustellung beim so genannten Hybrid-Brief. Solche Briefe sollen über das Online-Portal der Deutschen Post angenommen, anschließend ausgedruckt, kuvertiert, frankiert und schließlich vom Boten zugestellt werden. Der Hybrid-Brief ist vor allem für die vielen Millionen Empfänger-Haushalte gedacht, die noch keinen Internet-Anschluss haben oder ihn nicht für Postsendungen nutzen.

Was der "Hybrid-Brief" insgesamt den Kunden kostet, also Online-Gebühr plus Zustellung, ist noch unklar. Das hängt auch ab vom Preis für den reinen Online-Brief, der dem Empfänger auch elektronisch übermittelt wird. Die Einführung der elektronischen Angebote der Post ist für den Juli geplant. Zeitnah sollen auch die genauen Preise bekanntgemacht werden.

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