Ärzte Zeitung, 09.06.2010

Stada sieht vor allem in Osteuropa Einsparpotenzial

Das Bad Vilbeler Unternehmen hat sein Restrukturierungsprogramm "Stada - build the future" konkretisiert. Deutschland steht dabei nicht so stark im Fokus.

BAD VILBEL (cw). Der OTC- und Generikaanbieter Stada hat sein Restrukturierungsprogramm "Stada - build the future" konkretisiert (wir berichteten kurz). Nachdem die zwischenzeitlich erwogene Verlegung der Konzernzentrale aus Bad Vilbel ins steuergünstigere Ausland längst wieder vom Tisch ist, können nun auch die deutschen Stada-Beschäftigten wenigstens teilweise aufatmen. Das Vorhaben, die Konzernbelegschaft um zehn Prozent - und damit rund 800 Stellen - zu verkleinern, betreffe vor allem ausländische Standorte, heißt es. Im Inland falle der beabsichtigte Stellenabbau dagegen "unterproportional" aus, versicherte ein Stada-Sprecher.

Kosten wolle man außer in der Verwaltung besonders in der Herstellung optimieren. Dazu sollen auch Betriebe geschlossen oder verkauft werden. Von den beiden hiesigen Werken in Bad Vilbel und Pfaffenhofen stehe aber keines zur Disposition, so der Sprecher weiter.

Aktuell besitzt Stada 15 Werke. Die Akquisition der serbischen Hemofarm (2006) sowie der russischen Nizpharm (2005) und Makiz (2007) bescherten Stada ein starkes Produktions-Standbein in Osteuropa. Derzeit sind es neun Betriebe. Davon fehlen vieren jedoch die nötigen Genehmigungen, für den EU-Markt produzieren zu können. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass diese Werke jetzt im Fokus geplanter Schließungen stehen. Weitere Werke unterhält Stada in China, Vietnam, Irland und den Niederlanden.

Die Restrukturierungsmaßnahmen dürften "voraussichtlich 2013 abgeschlossen werden", heißt es. Die Projektkosten und -investitionen addierten sich auf 70 Millionen Euro.

Die Einsparungen sollen maßgeblich dazu beitragen, dass Stada seine ehrgeizigen mittelfristigen Wachstumsziele erreicht: Bis 2014 peilt der Konzern einen Jahresumsatz von 2,15 Milliarden Euro an (2009: 1,57 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern soll sich dann auf 215 Millionen Euro (2009: 100,4 Millionen)summieren.

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