Ärzte Zeitung, 16.11.2010

Neun Millionen Euro für MedTech-Forscher

BERLIN (eb). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat 15 Forscherteams ausgezeichnet für ihre Ideen zur Entwicklung patientennaher medizintechnischer Produkte. Die Gesamtfördersumme der Projekte des diesjährigen "Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik" beläuft sich auf 9,1 Millionen Euro.

Zu den Preisträgern zählt ein Wissenschaftlerteam aus Lübeck, das einen neuen Test entwickeln will, der gefährliche Pilzinfektionen schneller und genauer erkennen kann. Schimmel- und Hefepilzinfektionen können besonders für Patienten, deren Immunabwehr durch Krankheit oder Medikamente geschwächt ist, lebensbedrohlich sein.

Ein anderer Forscherverbund aus Ulm hat die Jury mit der Entwicklung eines Lasers überzeugt, der dritte Zähne unbeschädigt entfernen soll. Mit dieser Technik ließe sich festsitzender Zahnersatz wie Kronen und Brücken entfernen und nach der Behandlung der darunter liegenden Zahnsubstanz auch wieder einsetzen. Die Kostenersparnis alleine in Deutschland könnte hunderte Millionen Euro betragen.

www.bmbf.de (Forschung)

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