Ärzte Zeitung, 15.02.2011

Wirtschaft verlor zum Jahresende an Fahrt

WIESBADEN (dpa). Der Winter hat den deutschen Aufschwung auf Eis gelegt - zumindest teilweise. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Dennoch ging es auch im Schlussquartal 2010 aufwärts.

Und die Prognosen sind optimistisch. Mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Wachstum von 0,4 Prozent zum Vorquartal waren die Monate Oktober, November und Dezember das schwächste Vierteljahr 2010.

Dennoch bleibt der Trend positiv: In allen Quartalen lag die Wirtschaftsleistung deutlich über dem Niveau des Krisenjahres 2009, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im letzten Vierteljahr 2010 stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum vierten Quartal 2009 um 4 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2010 bestätigten die Statistiker ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent (kalenderbereinigt: 3,5 Prozent). Damit arbeitete sich Deutschland im Rekordtempo aus der Krise: 2009 war die Wirtschaftsleistung um 4,7 Prozent abgestürzt.

Anfang 2011 dürfte der Aufschwung nach Einschätzung von Volkswirten wieder deutlich an Fahrt gewonnen haben - vor allem dank eines guten Konsumklimas. Experten trauen der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Plus von real um 2,5 Prozent zu.

Die Statistiker rechneten vor: Würde das Wachstum im gesamten Jahr 2011 auf dem Niveau des Schlussquartals 2010 verharren, ergäbe sich für 2011 eine Wachstumsrate von 1,2 Prozent (statistischer Überhang).

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