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Mit voller Rechenpower gegen den Krebs

In der Gensequenzierung sehen Forscher große Chancen für Krebspatienten. Damit aus den Projekten mehr wird, bekommen sie jetzt Unterstützung aus der IT-Branche.

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HANNOVER (gvg). Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg und das Unternehmen IBM haben auf der Computermesse CeBIT eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Gensequenzierung in der Krebsforschung durch intelligente IT-Systeme voranzubringen.

"Wir sind gerade am Einstieg in eine neue Ära der Genomforschung in der Onkologie", betonte DKFZ-Vorstand Professor Otmar Wiestler. In internationalen Großforschungsprojekten wie dem Krebsgenomprojekt sollen in den nächsten Jahren die Genome von mehreren zehntausend Krebspatienten und deren Tumoren sequenziert werden.

Die Krebsforscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die molekularen Eigenschaften individueller Tumorerkrankungen. Das wiederum könnte die gezielte Krebstherapie voranbringen. "Unser Ziel in Heidelberg ist es, in fünf Jahren bei jedem Patienten als Eingangsuntersuchung das komplette Erbgut zu sequenzieren", so Wiestler.

Ein Problem dieses Ansatzes ist, dass enorme Datenmengen erzeugt werden, die nicht nur gespeichert, sondern auch ausgewertet werden wollen. Pro Erbgut fallen 2,4 Terabyte an komprimierten Daten an. Das entspricht der Speicherkapazität von 24 handelsüblichen Laptops.

Diese Daten müssen aber nicht nur gespeichert, sondern auch ausgewertet werden - und das am besten einrichtungsübergreifend. Mit dem Transport solcher Datenmengen sind konventionelle Internetverbindungen einschließlich der Breitbandverbindungen aber komplett überfordert.

Die Kooperation zwischen IBM und dem DKFZ zielt darauf ab, einerseits durch Einsatz neuer Technologien die nötigen Speicherkapazitäten und Transportkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Andererseits geht es darum, zusammen mit onkologischen Biostatistikern Verfahren zu entwickeln, mit denen die potenziell therapierelevanten Informationen im individuellen Erbgut analysiert, ausgewertet und lesbar gemacht werden können.

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