Ärzte Zeitung, 31.05.2011

Biomedizintechniker sind bundesweit gefragt

Seit 20 Jahren gibt es den Studiengang Biomedizinische Technik in Rostock. Die Nachfrage ist groß, doch die Kapazitäten an der Universität sind begrenzt.

ROSTOCK (di). Die Absolventen des Studiengangs Biomedizinische Technik der Universität Rostock - eine Kombination zwischen Medizintechnik und Maschinenbau - sind nach Angaben der Hochschule bundesweit in Wirtschaft und Wissenschaft gefragt.

In den letzten zehn Jahren gab es 72 Absolventen in der Hansestadt. 2007 wurden die ersten Bachelor-Studenten immatrikuliert. Die Ausbildung erfolgt an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, welche die technischen Grundlagenfächer anbietet, zusammen mit der Medizinischen Fakultät.

Professor Klaus-Peter Schmitz, Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik der Uni Rostock, hatte den Diplom-Studiengang vor rund 20 Jahren ins Leben gerufen und vor fünf Jahren gemeinsam mit Professor Katrin Sternberg die Inhalte für den Bachelor- und Masterabschluss ausgearbeitet.

Nachfrage wird noch steigen

Trotz der Nachfrage nach Biomedizintechnikern bleibt die Kapazität des Studiengangs begrenzt, weil die Lehrkapazität im Medizinstudium ausgereizt ist und die Biomedizintechniker in der zweiten Hälfte ihres Studiums dort Vorlesungen und Seminare besuchen.

Die Nachfrage nach den Absolventen wird nach Ansicht von Schmitz noch steigen, weil das Gesundheitswesen zunehmend durch biomedizinische Technik geprägt wird. Als Beispiele nannte er Implantate in der Orthopädie und Kardiologie und die verschiedenen Bild gebenden Verfahren.

 Absolventen der Biomedizintechnik können Manager, forschende Ingenieure und Unternehmer werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »