Ärzte Zeitung, 06.07.2011

DIW ist gegen Steuersenkungen

BERLIN (dpa). Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich gegen die von der Bundesregierung Anfang 2013 geplanten Steuersenkungen ausgesprochen.

Zwar verbessere die gute Konjunktur die Staatsfinanzen deutlich, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner in Berlin. Die Steuern zu senken sei angesichts hoher Staatsverschuldung, der Vorgaben der Schuldenbremse und der Belastungen für die Euro-Rettung und Energiewende "kaum zu verantworten".

Bei seiner Konjunkturprognose für 2011 ist das DIW vergleichsweise zurückhaltend. Es erwartet in diesem Jahr für Deutschland 3,2 Prozent Wachstum, 2012 dürften es demnach 1,8 Prozent sein. Andere Institute hatten zuletzt eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 bis 4,0 Prozent in diesem Jahr vorhergesagt.

Fichtner stellte fest, die Wachstumsdynamik schwäche sich ab, "steht aber auf einer zunehmend breiteren Basis". Wegen des günstigen Arbeitsmarktes und steigender Löhne dürfte der Aufschwung "mehr und mehr auch beim privaten Konsum ankommen".

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