Ärzte Zeitung, 24.11.2011

Health-Score-App errechnet persönliche Gesundheit

MÜNCHEN (sto). In einer einzigen Zahl von 1 bis 1000 will das Schweizer Unternehmen Quentiq künftig den aktuellen Gesundheitszustand eines Menschen ausdrücken: Je höher der Quentiq Health Score®, desto besser die gesundheitliche Verfassung. Durch sportliche Aktivitäten kann der Score jederzeit verbessert werden.

Der Quentiq Health Score® ist ein neues Online-Angebot, das das Schweizer Unternehmen zusammen mit der Deutschen Telekom Anfang kommenden Jahres als App auf den Markt bringen will.

Mit dem Angebot, das sich an 20- bis 60-Jährige wendet, wollen die beiden Unternehmen bis Mitte 2013 mehr als 500.000 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnen. Man sei auch im Kontakt mit Krankenkassen, hieß es bei einer Pressekonferenz in München.

Im Hintergrund steht eine Software, die neben dem Alter, der Körpergröße, dem Geschlecht, dem Gewicht oder Blutdruck auch die Lebensweise des Anwenders, wie etwa Tabak- und Alkoholkonsum, seine sportlichen Aktivitäten sowie eine Selbsteinschätzung berücksichtigt.

Maßeinheit für Fitness und Gesundheit

Auf der Grundlage von Vergleichswerten, die nach Angaben von Peter Ohnemus, Mehrheitseigentümer der Quentiq AG, einen Umfang von rechnerisch 70 Millionen Jahren klinisch ermittelter Daten haben, errechnet das System eine Zahl zwischen 1 und 1000 als Maßeinheit für Fitness und Gesundheit.

Die Daten können zusätzlich durch Werte von einer Digitalwaage, eines speziellen Blutdruckmessgerätes oder eines Gerätes, das die Pulsfrequenz beim Sport misst, die alle über das App online übermittelt werden, ergänzt werden. Aus diesen Daten und dem persönlichen Profil wird der Health Score errechnet, der auf das Smartphone des Nutzers gesendet wird.

In soziale Netzwerke integrierbar

Mit dem Programm werde es auch möglich sein, soziale Netzwerke einzubinden, indem beispielsweise Freunde oder Kollegen zum Wettbewerb eingeladen werden, erklärte Ohnemus.

Auf diese Weise sollen Menschen dafür begeistert werden, sich in spielerischer Weise um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. "Gesundheit darf Spaß machen. Die neuen Technologien bieten dazu viele Möglichkeiten", sagte Ohnemus.

Für die Deutsche Telekom sei der Gesundheitsmarkt ein strategisches Wachstumsfeld, erklärte Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfelds Gesundheit.

Neben digitalen Angeboten für Ärzte und Kliniken gehöre dazu auch der zweite Gesundheitsmarkt mit Produkten für die private Vorsorge und Fitness.

www.quentiq.com

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