Ärzte Zeitung online, 14.08.2012

Metformin

AOK und Dexcel sind sich einig

STUTTGART/ALZENAU (cw). Die AOK und der Generikahersteller Dexcel haben ihren Streit in Sachen Metformin-Rabattvertrag einvernehmlich beigelegt.

Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt, habe Dexcel der Kündigung des Vertrages durch die AOK "aus Gründen zugestimmt, die nicht im Zusammenhang mit den von den AOKs erhobenen Vorwürfen stehen".

Darüber, welche Gründe dies im einzelnen sind, sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Dexcel-Geschäftsführer Dr. Mathias Pietras mit. Konsequenz der Einigung: Dexcel wird keine rechtlichen Schritte gegen die Vertragskündigung unternehmen.

Weiter heißt es, das jetzt getroffene Agreement habe weder Auswirkungen auf noch bestehende Verträge zwischen Dexcel und den AOKen - so zu Amlodipin und Losartan/HCT - noch auf laufende oder künftige Vergabeverfahren und Vergabeentscheidungen, an denen sich Dexcel beteiligt.

Die AOKen hatten Ende März den Rabattvertrag mit Dexcel über das umsatzstarke Antidiabetikum Metformin gekündigt.

Zur Begründung wurden fortgesetzte Lieferausfälle genannt. Dexcel hatte dies wiederholt dementiert und eine Umsetzungsquote von zuletzt 73 Prozent geltend gemacht.

Unterdessen hat die AOK Metformin im Rahmen ihres jüngsten Vergabeverfahrens Mitte Juli erneut ausgeschrieben.

Dexcel-Chef Pietras kündigte an, erneut Angebote dafür abgeben zu wollen. Es stehe "außer Frage", so Pietras, dass man sich weiterhin "an AOK-Ausschreibungen beteiligen werde", die Wirkstoffe aus dem hauseigenen Portfolio betreffen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »