Mittwoch, 22. Mai 2013
Ärzte Zeitung online, 14.08.2012

Metformin

AOK und Dexcel sind sich einig

STUTTGART/ALZENAU (cw). Die AOK und der Generikahersteller Dexcel haben ihren Streit in Sachen Metformin-Rabattvertrag einvernehmlich beigelegt.

Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt, habe Dexcel der Kündigung des Vertrages durch die AOK "aus Gründen zugestimmt, die nicht im Zusammenhang mit den von den AOKs erhobenen Vorwürfen stehen".

Darüber, welche Gründe dies im einzelnen sind, sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Dexcel-Geschäftsführer Dr. Mathias Pietras mit. Konsequenz der Einigung: Dexcel wird keine rechtlichen Schritte gegen die Vertragskündigung unternehmen.

Weiter heißt es, das jetzt getroffene Agreement habe weder Auswirkungen auf noch bestehende Verträge zwischen Dexcel und den AOKen - so zu Amlodipin und Losartan/HCT - noch auf laufende oder künftige Vergabeverfahren und Vergabeentscheidungen, an denen sich Dexcel beteiligt.

Die AOKen hatten Ende März den Rabattvertrag mit Dexcel über das umsatzstarke Antidiabetikum Metformin gekündigt.

Zur Begründung wurden fortgesetzte Lieferausfälle genannt. Dexcel hatte dies wiederholt dementiert und eine Umsetzungsquote von zuletzt 73 Prozent geltend gemacht.

Unterdessen hat die AOK Metformin im Rahmen ihres jüngsten Vergabeverfahrens Mitte Juli erneut ausgeschrieben.

Dexcel-Chef Pietras kündigte an, erneut Angebote dafür abgeben zu wollen. Es stehe "außer Frage", so Pietras, dass man sich weiterhin "an AOK-Ausschreibungen beteiligen werde", die Wirkstoffe aus dem hauseigenen Portfolio betreffen.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Demenzrisiko: Essen wie Gott in Südfrankreich lohnt sich

Viel Fisch, Obst, Gemüse, Olivenöl - die mediterrane Diät wirkt auch außerhalb von Südeuropa und scheint eine wahre Allzweck­waffe zu werden. Denn US-Forscher haben herausgefunden, dass sie dem Gedächtnis hilft - bloß nicht bei Diabetikern. mehr »

Zwangsbehandlung: Die Stolperfallen bleiben

Seit drei Monaten gelten neue Regelungen zur Zwangsbehandlung. Doch damit hat der Gesetz­geber längst nicht alle Probleme beseitigt. Er hat sogar neue geschaffen. Und die größte Stolperfalle steckt im Landesrecht. mehr »

Gefährdete Mütter: Erst das Baby, dann bipolare Störung

Jede siebte Mutter wird in den ersten Wochen nach der Geburt ihres Kindes psychisch auffällig. Häufig sind Depressionen, Angst­störungen aber auch bipolare Erkrankungen, wie eine neue US-Studie zeigt. mehr »