Ärzte Zeitung, 20.10.2014

Übernahme

Abbvie-Management jetzt gegen Shire-Deal

DUBLIN. Mitte voriger Woche war es noch Spekulation, jetzt ist es Gewissheit: Die milliardenschwere Übernahme des irischen Orphan-Drug-Herstellers Shire durch den US-Konzern Abbvie ist geplatzt.

Zunächst hieß es noch, das Abbvie-Managment denke über modifizierte Angebotsbedingungen nach. Inzwischen ließ Shire verlauten, Abbvie habe sie darüber informiert, dass die Entscheidung zum Rückzug bereits gefallen sei.

55 Milliarden Dollar wollte Abbvie für Shire zuletzt zahlen und danach seinen Konzernsitz auf die Kanalinsel Jersey verlegen.

Weil der US-Fiskus aber kürzlich Maßnahmen gegen diese Art der Steuerflucht erließ, hat nach Ansicht von Branchenbeobachtern die Shire-Übernahme für Abbvie keinen Reiz mehr. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »