Augenoptik

Die Deutschen geben weniger für mehr Brillen aus

Der Online-Handel mit Brillen spielt eine untergeordnete Rolle. Einzelkämpfer unter den Augenoptikern hadern mit den Filialisten.

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DÜSSELDORF. Brillen und Kontaktlinsen werden in Deutschland bevorzugt beim inhabergeführten Augenoptikbetrieb oder bei einem Filialisten gekauft.

Das zeigen die aktuellen Wirtschaftszahlen des Jahres 2014 für die Augenoptik-Branche, die der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) am Mittwoch in Düsseldorf vorgelegt hat.

Der Umsatz der stationären Augenoptiker ist laut ZVA um 2,7 Prozent gegenüber 2013 auf 5,416 Milliarden Euro gestiegen. Mit dem Online-Umsatz kommt die Branche auf 5,63 Milliarden Euro.

Der Trend aus 2013, dass die inhabergeführten Betriebe zugunsten der Filialisten Marktanteile verlieren, habe sich im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Durch die zu beobachtende Umverteilung der Brillenkäufe vom mittelständischen Fachgeschäft zum Filialbetrieb hätten sich neben dem Trend zum Mehrbrillenkauf auch teilweise Preisrückgänge beim Brillenkauf bemerkbar gemacht.

Die Stückzahl der verkauften Brillen sei dabei um 200.000 auf 11,5 Millionen gestiegen - ein Plus von 1,7 Prozent. Entsprechend sei auch die Zahl der verkauften Brillengläser nochmals um 1,5 Prozent auf 35,89 Millionen gewachsen.

Zusätzlich wurden laut ZVA online 650.000 Brillen verkauft, was einem Umsatz mit Brillen aus dem Internet von 21 Millionen Euro und einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Wie der ZVA hervorhebt, spiele sich der Umsatzzuwachs hauptsächlich bei den Filialisten ab. Anders sehe das bei der Versorgung der Bevölkerung mit Kontaktlinsen aus. Rund 3,3 Millionen fehlsichtige Menschen in Deutschland tragen Kontaktlinsen - entweder im Wechsel mit einer Brille oder ständig.

Insgesamt steige das Interesse an Kontaktlinsen, und das wiederum führt der ZVA als die Standesvertretung auf das Engagement der mittelständischen Betriebe zurück. Schließlich wachse auch der Anteil formstabiler Kontaktlinsen am Gesamtverkauf (2014: 6,9 Prozent), deren Anpassung weitaus aufwändiger sei als bei anderen.

Die Zahl der Augenoptikbetriebe sei 2014 um 50 auf 11.950 zurückgegangen, die der in der Augenoptik beschäftigten Menschen um 200 auf 48.700.

Der Fachhandel muss sich, so der Verband, auf seine Stärken besinnen, damit die Augenoptiker auch künftig einen Großteil zur Seh-Versorgung in Deutschland beitragen.

Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels werde diese Kompetenz der Augenoptiker dann noch stärker gefragt sein, prognostiziert der ZVA. (maw)

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