Ärzte Zeitung, 17.09.2015

In Russland

Stada baut Marktanteil aus

Seit zehn Jahren ist Stada in Russland aktiv. Auch in der dortigen Konjunkturkrise kann das Unternehmen noch Marktanteile hinzugewinnen.

ST. PETERSBURG. Die Stada AG stellt ihr Engagement im russischen Pharmamarkt trotz der Einbußen durch die Rubel-Abwertung nicht infrage.

"Ungeachtet aller Herausforderungen, mit denen wir in den letzten Monaten in Osteuropa konfrontiert waren, halten wir unverändert an unserem Russlandgeschäft fest und sind von dessen langfristigem Potenzial überzeugt", sagte Stada-Vorstandschef Hartmut Retzlaff bei einer Investorenkonferenz am Dienstag in Sankt Petersburg.

2014 erlöste Stada in Russland rund 361 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr dieses Jahres meldete Stada unter anderem wegen Währungsverlusten in Osteuropa 20 Prozent Gewinnrückgang.

Dabei läuft das Geschäft in lokalen Währungen rund. Laut IMS Health legte der russische Pharmamarkt im ersten Halbjahr entgegen dem allgemeinen Trend um elf Prozent auf 388 Milliarden Rubel (5,1 Milliarden Euro) Umsatz zu. Der Mengenabsatz habe sich allerdings um acht Prozent auf 2,3 Milliarden Packungen verringert.

Das Bruttoinlandsprodukt Russlands ging in der Berichtszeit um 3,4 Prozent zurück.

Die russischen Stada-Gesellschaften konnten ihre Verkäufe von Januar bis Ende Juni sogar um 23 Prozent auf 9,7 Milliarden Rubel verbessern. Nach Marktanteil hat sich Stada damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2014 lokal von Rang zehn auf Rang sieben vorgeschoben.

Angesichts dieser Zahlen ist Stada-Finanzvorstand Helmut Kraft auch für das Gesamtjahr zuversichtlich: "Wir gehen davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2015 im russischen Markt in lokaler Währung ein Umsatzwachstum im prozentual zweistelligen Bereich erzielen können und mittelfristig gestärkt aus der Krise hervorgehen werden."

IMS Health prognostiziert dem russischen Pharmamarkt mittelfristige (bis 2019) Wachstumsraten nach Umsatz von pro anno rund zehn Prozent. (cw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)
Organisationen
IMS Health (342)
Stada (40)
Personen
Hartmut Retzlaff (49)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »