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Klinische Diagnostik

Personalisierte Medizin im Visier

Kann die nukleare magnetische Resonanz die stratifizierte Medizin voranbringen?

Veröffentlicht:

REGENSBURG. Die Kernspinresonanzspektroskopie hat das Potenzial, zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu werden. Davon ist zumindest Dr. Volker Pfahlert, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens numares, überzeugt. Die nukleare magnetische Resonanz, die für das Spin-off der Regensburger Universität als Namenspate fungiert hat, soll demnach als neue Basistechnologie zur Messung dynamischer Stoffwechselzustände – sogenannte metabolische Fingerprints – dienen.

Das numares-Geschäftsmodell besteht aus dem Verkauf kompletter Testsysteme sowie Pay-Per-Test-Vereinbarungen.

Hoffnungsträger für das Regensburger Medizintechnikunternehmen ist nach eigenen Angaben die Personalisierte Medizin und damit die individuelle Diagnostik bei Patienten und die Therapie von Erkrankungen, die auf einer exakten Analyse von Genen, Stoffwechselprodukten oder anderen Faktoren basiert. Das Unternehmen arbeite bei der Entwicklung von Metabolitenprofilen zur Früherkennung von Risikofaktoren oder Erkrankungen mit diversen nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen.

Große Hoffnung setzt numares unter anderem auf die Entwicklung eines weiteren In-vitro-Diagnostikums für die nicht-invasive Blasenkrebsdiagnostik. Der neue Test solle bis Ende 2018 in Europa eingeführt werden.

Die Regensburger hoffen, mit ihrer innovativen Technik im Markt für die klinische Diagnostik zu punkten. Denn mittels der Kernspinresonanzspektroskopie können mehrere hundert Parameter und Messdaten gleichzeitig erfasst und präzise quantifiziert werden, wie es heißt. Im Fokus stehen dabei Metabolitenmuster für Blut, Urin, Hirn- oder Rückenmarksflüssigkeit.

Die neue Methode setze die Werte in ein Verhältnis zueinander und ermittle anhand verschiedener Algorithmen Risikofaktoren für Krankheiten. (maw)

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