Ärzte Zeitung, 12.07.2012

Apps im Gesundheitswesen

Das Smartphone wird zum medizinischen Taschenrechner

Das Smartphone wird zum medizinischen Taschenrechner

Mit der App MedCalc lassen sich per iPhone in Sekundenschnelle medizinische Scores errechnen. Interessant für unterwegs ist vor allem der schnelle Zugriff auf die Notfallwerte.

MedCalc

Das Smartphone wird zum medizinischen Taschenrechner

Über 300 medizinische Scores und Klassifikationen lassen sich mit der App MedCalc per iPhone errechnen.

Preis: 1,59 Euro

Speicherplatz: 11.1 MB

Sprache:Deutsch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Spanisch

Anforderung: erfordert iOS 4.0 oder neuer Version

Zum Download:Appstore

Für Ärzte, die schnellen Zugriff auf medizinische Scores und Formeln haben wollen - vielleicht auch unterwegs auf Hausbesuch - ist die App "MedCalc" interessant.

Über das Programm lassen sich über 300 medizinische Scores und Indizes in sekundenschnelle errechnen.

Dabei wurden die Formeln laut dem Anbieter Medicon Applications optisch so angepasst, dass sie auch auf den Smartphone-Bildschirmen gut lesbar und nutzbar sind.

Die Menüführung ist recht einfach gestaltet: Unter dem Menüpunkt "Kategorien" sind verschiedene medizinische Gebiete gelistet - etwa Anästhesie, Kardiologie, Notfallmedizin, Gastroenterologie, Neurologie oder Pädiatrie.

Tippt der Nutzer auf eines dieser Gebiete, erhält er eine Übersicht über die für diesen medizinischen Bereich relevanten Formeln. Wer einen Wert berechnen will, tippt dann einfach auf den Namen der gewünschten Formel.

Und schon können die entsprechenden Werte in die Formel eingegeben werden, oder die Fragen für einen Score oder eine Skala beantwortet werden.

Aber es geht auch noch schneller: Über den Menüpunkt "Suche" kann direkt nach einer Formel recherchiert werden.

Außerdem merkt sich die App die zuletzt genutzten Formeln. Diese werden unter dem Menüpunkt "Recents" gespeichert.

Und auch die Werte, die der Nutzer in die Formeln eingibt, werden zwischengespeichert und stehen beim nächsten Aufrufen der App wieder zur Verfügung.

App in verschiedenen Sprachen

Ärzte haben zusätzlich die Möglichkeit, sich über "Favoriten" eine Liste mit den häufig genutzten Formeln anzulegen. Allerdings ist das Prozedere, um eine Formel als "Favorit" zu markieren, etwas ungewöhnlich.

Der Nutzer muss einen Doppel-Fingertipp auf den oberen Menübalken machen, bis sich dieser gelb färbt. Und die Info, wie das Anlegen der Favoriten funktioniert, findet sich versteckt unter dem Menüpunkt "Info".

Wer direkt auf "Favoriten" tippt, findet dort keinen Hinweis, wie das Anlegen der Favoriten funktioniert.

Dafür ist zu jeder Formel noch einmal eine kurze Hintergrundinformation hinterlegt. Um diese lesen zu können, tippt man einfach auf das Info-i in der oberen Menüleiste.

Zurück zur Formel geht es mit einem Tipp auf das Listensymbol - ebenfalls in der oberen Menüleiste.

Sehr interessant sind die Notfall-Scores - gerade für unterwegs. So etwa der Rechner für die Notfallmedikation. Über wenige Eingaben können sich Ärzte hier die richtige Arzneidosis anzeigen lassen.

Und es gibt noch eine Besonderheit: Die App gibt es zwar in mehreren Sprachen, man sollte aber bereits beim Download darauf achten, dass man die Version mit der gewünschten Sprache auswählt - der Sprachwechsel innerhalb der App war im Test nämlich leider nicht möglich.

Die App wurde zwar fürs iPhone entwickelt, läuft aber auch problemlos auf dem iPad. (reh)

Topics
Schlagworte
Gesundheits-Apps (394)
Organisationen
Marbuger Bund (1028)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »