Ärzte Zeitung, 01.08.2016

Umfrage

Meinung zu Health-Apps gefragt

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag nimmt Gesundheits-Apps unter die Lupe.

BONN/BERLIN. Wie verbreitet sind Gesundheits-Apps und wie stark werden sie genutzt? Welche gesellschaftlichen Chancen und Risiken sind damit verbunden. Diesen Fragen will das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) nachgehen.

Im Auftrag des TAB startet das IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung) nun eine Stakeholder Panel TA genannte Umfrage, für die noch Teilnehmer gesucht werden. Das IZT startet die Umfrage am 15. September.

Laut TAb geht es darum, eine Übersicht über verfügbare Gesundheits-Apps und ihre Funktionalitäten unter besonderer Berücksichtigung der Grauzone zu den Medizin-Apps zu erlangen. Dabei spiele auch die rechtliche Einordnung von Gesundheits-Apps, die Bewertung der rechtlichen Bedingungen und des Rechtsrahmens für die Konzeption, Nutzung und Verbreitung von Gesundheits-Apps in Deutschland eine Rolle. Des Weiteren sollen offene Rechtsfragen und politische Handlungsoptionen - unter Berücksichtigung von Datenschutz, Datensicherheit, Data Privacy und Location Privacy - thematisiert werden.

Ein weiterer Punkt ist die Analyse der Problemwahrnehmungen und Wertorientierungen - beispielsweise im Hinblick auf Änderungen des Körperbildes sowie des Arzt-Patienten-Verhältnisses gesellschaftlicher Stakeholder, wie Verbraucher und Verbraucherorganisationen, Anbieter von Gesundheits-Apps, Fachkräften des Gesundheitssektors, Kranken-, Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen, unter Berücksichtigung etwaiger Zielkonflikte, Wissens- und Wahrnehmungslücken bei gesellschaftlichen Stakeholdern.

Die methodische Herangehensweise fokussiere Literatur- und Dokumentenanalysen unter Berücksichtigung aller involvierten Fachdisziplinen und wissenschaftlichen bzw. TA-relevanten Perspektiven sowie leitfadengestützten Experteninterviews und das Stakeholder Panel TA. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »