Ärzte Zeitung, 12.10.2011

Die Meinung

Keine Transparenz bei Assekuranzen

Keine Transparenz bei Assekuranzen

Herbert Fromme ist Wirtschaftsjournalist in Köln.

© privat

Von Herbert Fromme

Alle Welt erwartet von Ärzten Transparenz. Politiker, Kassen und private Versicherer wollen, dass Leistungen und Abrechnungen nachvollziehbar sind.

In anderen Wirtschaftszweigen sieht es anders aus: In der Autoversicherung setzen die Gesellschaften alles daran, ihre Preise so undurchsichtig wie möglich zu machen. Da werden Höchstrabatte von 70 Prozent auf 80 Prozent erhöht, aber ein Preis mit 80 Prozent Rabatt kann höher sein als der mit 70 Prozent.

Da werden Sonderkonditionen für Bahncard- oder Eigenheimbesitzer angepriesen oder Zuschläge für selten gefahrene Marken erhoben.

Der Zweck: Die Versicherer wollen ihre Preise möglichst wenig vergleichbar machen und so verhindern, dass Autofahrer aus schnöden Preisgründen wechseln. Das treibt aber den ungeliebten Online-Vergleichsportalen Kunden zu.

Wenn ein günstiger Preis für die Versicherung nur noch mit Hilfe von Check24, Transparo oder Geld.de ermittelt werden kann, gehe ich zu genau diesen Anbietern. Dann ist es mir egal, bei wem ich mich schließlich versichere.

Lesen Sie dazu auch:
Kfz-Policen: die Tücken der Vergleichsportale

Topics
Schlagworte
Versicherungen (987)
Personen
Herbert Fromme (68)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »