Ärzte Zeitung, 10.07.2012

Der Versicherungstipp

Anwalt bei Mediation ratsam

Wollen Ärzte einen Streit nicht vor Gericht austragen, sondern bei einer Mediation den Konflikt beilegen, sollten sie einen Anwalt hinzuziehen. Sonst drohen ihnen Nachteile.

Sind sie rechtsschutzversichert, muss das Unternehmen in der Regel für die Kosten aufkommen.

"Kunden fast aller Rechtsschutzversicherer haben einen Anspruch auf Kostenübernahme", sagt der Fachanwalt für Versicherungsrecht Joachim Cornelius-Winkler, darauf würden die Unternehmen aber nicht hinweisen.

Die Mediation ist eine außergerichtliche Schlichtung, bei der ein unbeteiligter Dritter versucht, den Konflikt zwischen den streitenden Parteien beizulegen. Der Mediator sollte unabhängig und nicht vom Versicherer gestellt sein, so Cornelius-Winkler.

Akzeptieren Ärzte den Schlichtungsspruch, verzichten sie möglicherweise auf Rechte - und haben Nachteile, weil ihnen das nicht bewusst ist. Ein Anwalt kann dem vorbeugen.

Ein weiterer Vorteil: Macht der Jurist einen Fehler, und sein Mandant wird deshalb über den Tisch gezogen, kann der Anwalt in die Verantwortung genommen werden. Mediatoren haften dagegen nicht für ihre Entscheidung. (akr)

Topics
Schlagworte
Versicherungen (987)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »